02.06.2026
AKTUELLES / Allgemein

Blinden- und Sehbehinderten-Tennis in Hamburg: Gemeinsam für mehr Teilhabe auf dem Tennisplatz


Tennis verbindet – unabhängig von Alter, Herkunft oder körperlichen Voraussetzungen. Ein beeindruckendes Beispiel dafür liefert die Sparte Blinden- und Sehbehinderten-Tennis der Betriebssportgemeinschaft (BSG) der Justizbehörde Hamburg, die sich seit mehr als zehn Jahren für inklusive Sportangebote in der Hansestadt engagiert.
Die Gruppe besteht aktuell aus rund 10 bis 15 Tennisspielerinnen und Tennisspielern, die vor allem eines verbindet: die Freude am Tennissport. Gleichzeitig steckt in der Mannschaft jede Menge sportliche Qualität. Deutsche Meisterinnen und Meister, Deutsche Vizemeister im Doppel sowie international erfahrene Spielerinnen und Spieler trainieren gemeinsam und repräsentieren Hamburg auf nationalen und internationalen Veranstaltungen.
Sportliche Teilhabe aktiv fördern
Ziel der Sparte ist es, Menschen mit Sehbehinderung eine attraktive und integrative Möglichkeit zu bieten, Tennis zu spielen und Teil einer aktiven Gemeinschaft zu sein. Dafür werden spezielle Sportmaterialien angeschafft, Hallenzeiten organisiert und finanziert sowie die Teilnahme an bundesweiten Schulungen und Turnieren unterstützt.
Die Kosten für Fahrt, Unterkunft und Startgebühren bei Wettkämpfen werden ebenso übernommen wie Ausgaben für Trainerinnen, Trainer und Begleitpersonen. Darüber hinaus sollen mit den bereitgestellten Fördermitteln Workshops besucht und wichtige Trainingsmaterialien angeschafft werden. Allein die speziell für den Blindentennis-Sport benötigten Bälle kosten rund neun Euro pro Stück.
Unterstützung durch die Alexander Otto Sportstiftung
Um den Ausbau dieser besonderen Sportart weiter voranzutreiben, erhält das Projekt finanzielle Unterstützung durch die Alexander Otto Sportstiftung. Die Förderung leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die sportlichen Angebote nachhaltig auszubauen und noch mehr Menschen den Zugang zum Tennissport zu ermöglichen.
Mehr Sichtbarkeit und Vernetzung gewünscht
Neben der sportlichen Entwicklung wünschen sich die Aktiven vor allem mehr Aufmerksamkeit für ihren Sport. Blinden- und Sehbehinderten-Tennis soll stärker wahrgenommen und als fester Bestandteil der Hamburger Tennislandschaft verstanden werden.
Ein weiteres Anliegen ist die stärkere Einbindung in ein Vereinsleben. Gemeinsame Veranstaltungen, Begegnungen mit anderen Vereinsmitgliedern oder ein Grillabend nach dem Training können wichtige Brücken schaffen und das Miteinander fördern. Vielleicht ergibt sich durch die neue Sichtbarkeit auch der Kontakt zu einem offenen und gut erreichbaren Verein. 
Zudem hofft die Gruppe auf weiteren Zuwachs. Interessierte Spielerinnen und Spieler sind jederzeit willkommen, die faszinierende Sportart kennenzulernen. 
Trainerinnen und Trainer gesucht
Für das weitere Wachstum werden außerdem engagierte Trainerinnen und Trainer gesucht. Die wichtigste Voraussetzung ist dabei nicht eine besondere Ausbildung im Bereich Blindentennis, sondern Offenheit, Geduld und die Bereitschaft, Bewegungen und Abläufe ausführlicher zu erklären als im Training mit sehenden Spielerinnen und Spielern.
Wer sich für Inklusion im Sport einsetzen und Teil einer besonderen Tennisgemeinschaft werden möchte, findet hier eine spannende und bereichernde Aufgabe. 
Wir vermitteln gerne. Meldet euch einfach bei uns!