Der Verband
13.01.2026
DTB-Bundeskader 2026: Zahlreiche Hamburger vertreten
Der Deutsche Tennis Bund (DTB) hat am Montagnachmittag den Bundeskader 2026 veröffentlicht. Mit dabei sind zahlreiche Hamburger Profis und Nachwuchstalente.
Angeführt wird der Kader von Alexander Zverev (Olympiakader). Mit Eva Lys, Ella Seidel und Noma Noha Akugue sind drei etablierte Spielerinnen in den Perspektivkader berufen worden. Im Nachwuchskader 1 sind mit Mika Petkovic, Johann Nagel-Heyer und Miko Anton Koeppen drei Hamburger Junioren vertreten. Im Nachwuchskader 2 stehen mit Daniel Czarnecki und Julius Feldmann zwei weitere Talente aus der Hansestadt. Mit insgesamt 9 Nominierten ist der Hamburger Tennis-Verband im Bundesschnitt durchaus gut vertreten.
Die Kadernominierten werden vom Dachverband im Rahmen des Spitzensportkonzeptes „Gemeinsam! Weltklasse! Entwickeln!“ gefördert und auf ihrem Karriereweg weitreichend unterstützt.
Dabei stehen der Übergang vom Nachwuchs- in den Profibereich sowie die individuellen Entwicklungen der Athleten im Vordergrund. Gefördert und unterstützt werden 49 Akteure, die je nach Karrierestufe dem Olympiakader (OK), Perspektivkader (PK) und Nachwuchskader 1 (NK1) zugeordnet sind. Die Nominierung der Kader ist an verschiedene Kriterien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des DTB gebunden.
Was dieses Jahr auffällt: Viele Talente, die 2025 noch im NK1 gefördert worden sind, haben den Sprung in den Perspektivkader geschafft. Damit gehören sie zu den Spielern, denen schon bei den kommenden oder den übernächsten Olympischen Spielen Chancen auf eine Teilnahme ausgerechnet werden.
Neben dem Bundes- und Landeskader gibt es seit 2025 einen DTB-eigenen Entwicklungskader. In diesen werden anhand von festgelegten Kriterien ausgewählte Spieler berufen, deren Entwicklungen der DTB weiter beobachten möchte und die vielversprechende Potenzialträger sind, um in die erweiterte Weltspitze vorzudringen.
Athleten im Mittelpunkt – Förderung mit Prämisse
Je nach Kaderzugehörigkeit, Leistungsniveau und individuellen Bedürfnissen unterscheiden sich die Förderleistungen für die Spielerinnen- und spieler. Alle Kaderathlen können die Infrastruktur der Bundes- und Olympiastützpunkte nutzen, wo sie vom DTB- Leistungssportpersonal mit Trainiern, Physiotherapeuten und weiteren Betreuern unterstützt werden. Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr ein zentrales Athletenmanagement-Tool, das eine deutlich datenbasiertere Steuerung von Training und Wettkampf ermöglicht. Auch die sportpsychologische Betreuung für die Spieler aus dem Bundeskader wurde ausgebaut.
„In unserem Kader haben wir die besten Tennisspielerinnen und -spieler Deutschlands zusammengefasst. Unter ihnen reihen sich aktuelle Spitzenprofis genauso ein wie vielversprechende Nachwuchstalente, die wir nach ihren persönlichen Anforderungen fördern – vor allem beim schwierigen Schritt vom Nachwuchs- in den Profibereich“, so DTB-Vorständin Veronika Rücker. „Ich hoffe, dass wir auch in diesem Jahr gemeinsam mit unseren Athletinnen und Athleten und unseren Trainerinnen und Trainern wieder an den starken Erfolgen aus der vergangenen Saison anknüpfen können.“
Neben Erfolgen auf der Profitour und bei den Nationalmannschaftswettbewerben zählten dazu vor allem die Erfolge im Juniorenbereich. Im ersten rein deutschen Finale bei den French Open gewann Niels McDonald gegen Max Schönhaus die Junioren-Konkurrenz eines Grand Slam-Turniers. In der Folge krönte sich McDonald zum U18-Europameister im Einzel und Schönhaus zum Champion bei den ITF-Finals der Junioren.Eva Bennemann und Sonja Zhenikhova sicherten sich die Titel bei den Junior French Open und bei der U18-Europameisterschaft. Zudem haben einige DTB-Nachwuchstalente, darunter Ella Seidel, Justin Engel und Diego Dedura-Palomero erste Ausrufezeichen auf den Profitouren gesetzt. Seidel und Engel debütierten darüber hinaus auch in den A-Nationalmannschaften des Verbandes.
Fördersumme für Spitzensport gestiegen
Im Jahr 2026 stehen für den Spitzensport noch mehr Fördergelder zur Verfügung. Diese resultieren zum einen aus einem Mittelaufwuchs des Bundes und zum anderen aus den Einnahmen des Dachverbandes und der tennis.de Lizenzgebühr. Die Individualförderung kann der DTB daher im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. „Der Weg ins Profitennis dauert lang und ist mit harter Arbeit verbunden. Dabei darf man den finanziellen Aufwand nicht vergessen, den die Spielerinnen und Spieler und ihre Teams schon in ihren frühen Karrierestufen investieren müssen. Indem wir die Individualförderung des Dachverbandes ausbauen, können wir einen Beitrag dazu leisten – auch wenn uns bewusst ist, dass das bei weitem nicht die Kosten unserer Spieler deckt“, so Rücker. Die Individualförderung ist ein zentraler Baustein des Leistungssportkonzeptes „Gemeinsam! Weltklasse! Entwickeln!“, das der DTB ins Leben gerufen hat, um auch langfristig leistungssportliche Erfolge zu sichern.
Den gesamten Bundeskader gibt es hier!
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