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23.10.2020

Chun Hsin Tseng aus Taiwan und der Pole Kacper Zuk stehen im Finale des ITF Future Nord

Der frühere Junioren-Weltranglistenerste Chun Hsin Tseng (ATP 287) aus Taiwan und der Pole Kacper Zuk (ATP 284) bestreiten am Samstag (12.30 Uhr) das Finale des ITF Future Nord in Hamburg. Der an Nummer drei gesetzte Tseng, 2018 Juniorensieger bei den French Open und in Wimbledon, bezwang am Freitag den Italiener Raul Brancaccio mit 6:7 (5:7), 6:4, 6:2. Der an Position zwei gesetzte Zuk, der im Januar beim ATP-Cup in Sydney für Polen im Einsatz war und dort im Duell mit Österreich gegen Dennis Novak den bisher größten Sieg seiner Karriere feierte, gewann gegen den britischen Nachwuchsmann Anton Matusevich mit 6:3, 7:6 (7:4).
 
Den Doppeltitel bei dem mit 25.000 US-Dollar dotierten Weltranglistenturnier sicherten sich in einem hart umkämpften Endspiel die Skandinavier Viktor Durasovic (Norwegen) und Markus Eriksson (Schweden) gegen Brancaccio/ Mark Vervoort (Niederlande) mit 6:3, 5:7, 11:9. Die Entscheidung fiel denkbar knapp im Match-Tiebreak.
 
„Das diesjährige Future Nord war sehr stark besetzt, und wir haben ein durchweg hohes Spielniveau gesehen. Im Einzel-Finale stehen zwei spannende junge Spieler, von den man in Zukunft noch einiges hören könnte“, sagte Turnierdirektor Björn Kroll. Zuk ist 21 Jahre alt, Tseng ist gerade mal 19. Seit er 13 ist, wurde er in der Mouratoglou Academy in Nizza ausgebildet. Wenn er sich nicht in seiner Heimatstadt Taipeh aufhält, dann trainiert er nach wie vor in Nizza oder in der Slowakei. Dort ist sein Coach zu Hause, der ehemalige Weltranglisten-Zwölfte Dominik Hrbaty (42).


 
Tseng trägt den englischen Spitznamen „Jason“. „Mein anderer Spitzname lautet ‚Maschine‘, weil ich immer so schnell renne.“ Als weitere Stärken nennt er seine „Run-around Forehand“, mit der er seine Rückhand umläuft – und das Tempo, das er spielen könne, um damit den Gegnern die Zeit zum eigenen Agieren zu rauben.

Tseng profitierte als junger Spieler davon, dass er schon mit Stars wie Roger Federer, Dominic Thiem, Stanislas Wawrinka, Stefanos Tsitsipas, Kei Nishikori, Marin Cilic, John Isner, Jamie Chardy und Caroline Wozniacki trainieren durfte. Wer hat ihn am meisten beeindruckt? „Roger! Er ist der einzige Spieler, der alle Schläge beherrscht. Er spielt einen sehr sauberen und sehr schönen Slice, er kann sehr schnell spielen, und er kann viel Spin auf die Bälle geben. Er hat die beste Ballkontrolle, die ich je gesehen habe.“ Als Kindheitsidol gibt er indes den Japaner Nishikori an, den US-Open-Finalisten von 2014, „weil er einer der weltbesten asiatischen Spieler ist und weil wir einen ähnlichen Spielstil haben“, erklärt Tseng. „Wir sind beide schnell, beide Grundlinienspieler und können beide schnelles Tempo spielen. Ich gucke mir oft seine Videos an, um mich zu verbessern.“


 
Tsengs Finalgegner Kacper Zuk nennt gleich zwei Vorbilder: „Als ich jung war, war David Ferrer mein Idol. Aber nach all den Jahren kann ich sagen, dass Roger das Idol von allen ist.“ Zuks größte Waffen sind nach eigenen Angaben sein Aufschlag und seine dominante Vorhand longline. Der Warschauer stammt aus dem ruhmreichen Tennis- und Fußballclub Legia Warschau. Auf seinen rechten Arm hat er sein Lebensmotto tätowiert: „If you believe in yourself, you will succeed.” („Wenn du an dich selbst glaubst, wirst du Erfolg haben.“) Entsprechend selbstbewusst formuliert er sein Karriereziel: „Die Nummer 1 zu sein.“
 
Zuk und Tseng kennen einander sehr gut. Erst in der vergangenen Woche beim Challenger in Lissabon traten sie zusammen im Doppel an. „Ich glaube, dass ich seine besten und seine schlechtesten Schläge kenne. Und er meine auch“, sagt Kacper Zuk. „Ich weiß, dass es ein taktisches Spiel am Samstag wird. Aber ich hoffe, dass es trotzdem ein gutes Finale wird.“

Das Finale um 12.30 Uhr wird im Livestream auf der ITF-Media-Plattform übertragen. 

Alle weiteren Informationen zum Future Nord, das die Mitgliederverbände der Regionalliga Nord-Ost gemeinsam veranstalten, finden Sie hier auf der ITF-Website.

 

Fotos: Matchfotos.de /Tennisphoto.de

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