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03.03.2019

Europameisterschaft der Tennisprofis feiert Premiere in Hamburg

Hamburg (25.02.2019) - Am Hamburger Rothenbaum wird im Jahr 2019 der Europameister der Tennisprofis gekürt. Der Sieger der Hamburg Open, wie das traditionsreiche ATP-Turnier in diesem Sommer zum ersten Mal heißen wird, gewinnt zugleich den Titel der „Open European Championships“. Dies gaben die neuen Veranstalter Sandra und Peter-Michael Reichel von der Matchmaker Sports GmbH bei einer Pressekonferenz am Montag im Beisein von Sportsenator Andy Grote, dem Präsidenten von Tennis Europe (TE), Vladimir Dmitriev, und DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard im Hamburger Rathaus bekannt. Mit dem gemeinsamen Schulterschluss wird Deutschlands ältestes Tennisturnier, das in diesem Jahr seine 113. Auflage erlebt, in eine erfolgreiche Zukunft geführt.

Das Turnier vom 20. bis 28. Juli 2019 wird somit eine tennishistorische Premiere: Noch nie zuvor gab es eine EM für Profiakteure, bisher wurden nur Europameister im Junioren- und Seniorenbereich ermittelt. Die Reichel Business Group erhielt für den Kontinental-Wettbewerb der Berufsspieler nun von der europäischen Dachorganisation Tennis Europe (TE) den Zuschlag, mit Deutschland als „Host Country“ und Hamburg als „Host City“. Die Veranstalter dankten dem Board of Directors von Tennis Europe, dem TE-Präsidenten Dmitriev und CEO Thomas Hammerl daher für das entgegengebrachte Vertrauen.

„Ich möchte Herrn Reichel und seinem Team zu ihrem Ehrgeiz und Engagement gratulieren, die Hamburg Open auf ihrem Weg zum weltweit führenden Turnier der ATP-500er-Serie voranzubringen“, sagte Tennis-Europe-Präsident Dmitriev. Der Titel „Open European Champion“, den auch ein Nicht-Europäer gewinnen kann, soll nicht nur für eine Aufwertung im Tour-Kalender sorgen, sondern zugleich ein Argument für Sponsoren und für die Verhandlungen mit Topspielern sein, um ein attraktives Spielerfeld bieten zu können.

Vater und Tochter Reichel sicherten sich in einem Gesamtpaket darüber hinaus auch die Rechte an einer Frauen-Europameisterschaft. Die Hamburg-Open-Veranstalter und der Deutsche Tennis Bund (DTB) streben an, auch diesen Wettbewerb verbunden mit einer WTA-Lizenz nach Hamburg zu holen. Zuletzt hatte 2002 ein WTA-Event an der Alster stattgefunden. 

„Hamburg soll im Juli zur ‚Active Tennis City‘ werden – und zur Tennishauptstadt Europas“, sagte die neue Turnierdirektorin Sandra Reichel. An verschiedenen Plätzen in der Stadt werden Tennis-Aktionen stattfinden, für Spitzentalente genauso wie für Breitensportler. So ist unter anderem eine Roadshow durch zahlreiche Hamburger Stadtteile geplant, bei der Tennis-Interessierte ihre ersten Erfahrungen auf dem Court sammeln können.

In der Vorwoche der Hamburg Open wird zudem eine U21-EM in Hamburg ausgetragen. Der Topnachwuchs aus 50 nationalen Mitgliedsverbänden nimmt daran teil. Nach dem Vorbild der ATP-NextGen-Finals in Mailand, dem Saisonfinalturnier der besten Profis bis 21 Jahre, wird in einem in die Zukunft gerichteten Wettkampfmodus gespielt. Dazu gehören verkürzte Sätze bis 4 (Tiebreak bei 3:3), die „No-ad“-Zählweise (mit einem Entscheidungspunkt bei 40:40), die „Shot Clock“ (nur 25 Sekunden Zeit zwischen den Punkten), die No-let-Rule (Netzaufschläge werden direkt weitergespielt) und die „Free Movement Policy“ (die Zuschauer dürfen sich während der Ballwechsel im Stadion bewegen). Auch diese U21-EM ist ein Novum und soll speziell ein junges Publikum ansprechen.

„Schon als jugendlicher Tennisspieler war für mich das Hamburger Rothenbaum-Turnier eines der großen Highlights im globalen Tenniskalender – gleich hinter den French Open und Wimbledon. Auch in Österreich konnten wir auf ARD und ZDF das Turnier verfolgen“, sagte Peter-Michael Reichel zu der Bedeutung der 1892 erstmals gespielten Internationalen Deutschen Meisterschaften im Tennis. „Es erfüllt uns mit Stolz, die ehrenvolle Aufgabe übertragen bekommen zu haben, dieses Turnier weiterentwickeln zu dürfen – und wir danken allen, die dabei mithelfen.“ Ein wesentlicher Beitrag werde durch die Renovierung des Stadions am Rothenbaum geleistet, in die bis Sommer 2020 bis zu zehn Millionen Euro investiert werden sollen. Einen herzlichen Dank richtete Peter-Michael Reichel daher an den Mäzen Alexander Otto, an die Stadt Hamburg, den DTB und den Club an der Alster als Pächter.

Andy Grote, Sportsenator der Freien und Hansestadt Hamburg:

„Ich freue mich sehr, dass die neuen Veranstalter das älteste deutsche Tennisturnier mit viel Ambition und persönlicher Leidenschaft weiterentwickeln und damit langfristig in Hamburg erhalten wollen. Die große Tradition des internationalen Spitzentennis am Rothenbaum wird mit den 'Hamburg Open' als Europameisterschaft in eine erfolgreiche Zukunft geführt. Für alle sportbegeisterten Hamburgerinnen und Hamburger wird dieses Turnier sicherlich ein echtes Highlight.“

Klaus Eberhard, Sportdirektor des Deutschen Tennis Bundes (DTB):

„Der EM-Titel, die Modernisierung der Anlage, die geplanten Aktivitäten im Außenbereich und das große Engagement aller Beteiligten stimmen uns als Deutschen Tennis Bund zuversichtlich, dass wir hier bei unserem Turnier am Rothenbaum im Juli ein großes Tennisfest erleben werden. Es freut mich besonders, dass mit der U21-EM auch der kommenden Generation eine Plattform gegeben wird. Die innovative Zählweise mit schnelleren Entscheidungen nach dem Vorbild der „NextGen"-Finals wird ein interessantes neues Format sein, auf das ich sehr neugierig bin."

Zum Hintergrund:

Für fünf Jahre mit der Option auf eine Verlängerung hat der Deutsche Tennis Bund die Ausrichterlizenz für den mit 1,718 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Klassiker an die Familie Reichel vergeben, die inzwischen die MatchMaker Sports GmbH gegründet hat, eine hundertprozentige Tochter der Reichel Business Group. Ihre Büroräume hat die deutsche Firma im Stadion in unmittelbarer Nachbarschaft zum DTB bezogen.

Für Sandra Reichel (47) und Peter-Michael Reichel (66), die aktuell auch die Lizenzen der WTA-Turniere in Linz und Nürnberg halten, werden die Hamburg Open 2019 das 60. Profiturnier, das sie ausrichten. In der Vergangenheit verantworteten sie bereits weitere Damen-Events (Bad Gastein, Wien, Barcelona), organsierten vier Davis-Cup-Heimspiele der o?sterreichischen Herren (1998, 1999, 2007, 2017) und zwei ATP-Senior-Tour-Events (1997, 1998). Zudem fungierte Sandra Reichel 2005 und 2006 als Turnierdirektorin des Herren-Events in Kitzbu?hel, das damals noch zur ATP-500er-Serie geho?rte. Peter-Michael Reichel sitzt seit 2001 als Vertreter der europäischen Turniere im Board of Directors der Profispielerinnen-Vereinigung WTA.

 

Tickets buchbar unter: 

www.hamburg-open.de

Hotline: 01806-991175*

 

*Mo.- Fr. 08:00 – 21:00 Uhr, Sa. 08:00 – 20:00 Uhr, So./Feiertag 10:00 – 20:00 Uhr (0,20 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus dem dt. Mobilfunknetz)

 

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